Als Volker Meier am 15. Januar an Bord der »Valdivia« vor Aberdeen stirbt, hinterlässt er ein umfangreiches Werk aus Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitten, Aquarellen und Gemälden.

Nachrufe würdigen die künstlerische Arbeit Volker Meiers und porträtieren den »Maler in Hamburg« als einen Menschen, der sich seine persönliche und künstlerische Freiheit nicht von Konventionen oder vom Diktat des Kunstbetriebs beschneiden lassen wollte, der unbeirrt und geradlinig seinen eigenen Weg ging. Davon zeugen auch die von Freunden und Weggefährten verfassten Nachreden, die von ihrer Trauer erzählen und von der Fassungslosigkeit seines unverhofften Todes.

Volker Meiers Leben war von zwei Leidenschaften geprägt: dem Segeln und dem Malen. An Bord seiner »Aurora« sammelte er seine Motive, die er skizzenhaft festhielt und später in seinem Hamburger Atelier ausarbeitete. Das Segeln selbst war stets auch Sinnbild für die Art und Weise, in der er der Welt begegnete: Er schaute vom Meer aus auf das Land und die Landschaften, segelte an ihnen vorbei und eignete sie sich aus der Distanz an. Vielleicht nicht von ungefähr finden sich in seinen Arbeiten kaum Darstellungen von Menschen, hingegen immer wieder Symbole, die er, wie in den Wrack- und Bunkerbildern, zum Teil über Jahrzehnte hinweg verfolgte. In ihnen spiegelt sich seine künstlerische Auseinandersetzung mit für ihn bedeutsamen Themen wider: Verfall und Vergänglichkeit, Zerstörung der Schönheit durch den Aberwitz des Krieges und die Spuren, die Zeit und Geschichte in der Welt hinterlassen.

Anlässlich seines 15. Todestages hat Volker Meiers Schwester, Heidrun Perdikas, den umfangreichen Nachlass des Hamburger Malers gesichtet und präsentiert hier ausgewählte Werke in einer Online-Galerie.

(geschrieben von Reiner Leinen)